Gemeinde Gössenheim und Sachsenheim mit Wappen



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© 2016 Johannes Schmelz Verwaltungsgemeinschaft Gemünden a. Main


 

    Konzept für Natur- und Kulturlehrpfad entwickelt

     

    In Fachkreisen ist das Gebiet weit bekannt und geschätzt, und auch auf Erholungssuchende übt die Burgruine Homburg inmitten der reizvollen Kulturlandschaft eine besondere Anziehungskraft aus.

     

    Doch leider entstehen durch fehlende Informationen über die Besonderheiten des Gebietes immer mehr Konflikte zwischen Erholungsnutzung und Naturschutz, die zum größten Teil wohl auf Unkenntnis beruhen, so dass Naturschutzbelange nicht ernst genommen werden. Elfi Machmerth, eine Gössenheimerin, hat sich diesem Thema mit Unterstützung der Regierung von Unterfranken und der Gemeinde Gössenheim in ihrer Diplomarbeit als Landschaftsarchitektin angenommen. Entstanden ist, so Bürgermeister Manfred Marold bei der Vorstellung der Arbeit, ein ausgezeichnetes Konzept für mehrere Natur- und Kulturlehrpfade an der Homburg, die das Defizit an Information vor Ort ausgleichen kann.

     

    Die Lehrpfade sollen die Besucher nicht nur über naturschutzfachliche Belange aufklären, sondern auch auf natürliche Gegebenheiten aufmerksam machen und besonders Naturbewusstsein fördern. Die Wahrnehmung von Schönheit, Besonderheiten, geschichtlichen Entwicklungen, Einfluss des Menschen und ökologischen Zusammenhängen, aber auch Risiken für die Natur, soll geschärft werden. Indirekt lässt sich so, meint Elfi Machmerth, das Handeln in der Natur und die Bereitschaft zu deren Schutz beeinflussen.

     

    Dies sei, für den zunehmenden Besucherstrom an der Homburg erforderlich. Mit dem Lehrpfad werde daher auch eine besucherlenkende Wirkung angestrebt, so dass sich negative Beeinträchtigungen durch Erholungssuchende im Naturschutzgebiet einschränken lassen. Entstanden ist ein "Kulturlehrpfad", eine großer und kleiner "Waldlehrpfad", ein "Historischer Pfad" und auch ein "Weinlehrpfad". Bei einer Begehung der verschiedenen Pfade im Gebiet um die Homburg erläuterte die Diplomantin ihre Überlegungen.

     

    Da die Lehrpfade sich auch auf die Gebiete der Gemeinde Karsbach und Eußenheim/Aschfeld erstrecken, werden sie nun in einem nächsten Schritt diesen Gemeinden vorgestellt werden. Angestrebt wird das Begleitheft der Diplomarbeit als Broschüre drucken zu lassen und über die Gemeinden und der ortsansässigen Gastronomie den Besuchern der Pfade anzubieten.

     

    Es wäre, so Bürgermeister Manfred Marold, schade wenn die in der Arbeit erstmals zusammengefassten Informationen nicht einem breitem Publikum zugänglich gemacht werden könnten und verloren gingen.