Gemeinde Gössenheim und Sachsenheim mit Wappen



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© 2016 Johannes Schmelz Verwaltungsgemeinschaft Gemünden a. Main


 

    Naturschutzgebiet Ruine Homburg

     

     

    Weithin bekannt ist die Burgruine Homburg. Sie liegt und dies ist noch nicht besonders in das allgemeine Bewusstsein gedrungen in einem der seltensten und größten Lebensraumkomplexe in Unterfranken:

     

    dem Naturschutzgebiet "Ruine Homburg."

     

    Dem Besucher der altehrwürdigen Burganlage begegnet eine einzigartige Symbiose von Denkmal- und Naturschutz. Er lernt neben der nie bezwungenen Burg eines der letzten Steppenheidegebiete Unterfrankens kennen. Nachdem die besten Standorte im Maintal, insbesondere im gesamten Landkreis Würzburg, irreversibel geschädigt oder völlig entwertet worden sind, stellt der Landkreis Main-Spessart nun den letzten und wichtigsten Schwerpunkt für die besonders wertvollen Mager- und Trockenstandorte dar.

     

    Der hier örtlich begrenzt vorkommende Faserschirm-Erdseggenrasen auf dem Plateau südwestlich vor der großflächigen Ruinenanlage und nördlich von ihr am "Hohhafter Berg" auf Karsbacher Seite ist an diesen besonderen Stellen noch in größeren Steppenheidekomplexen vorhanden. Beide Stellen zählen zu den großflächigsten zusammen hängendsten Volltrockenrasen in Deutschland mit wohl dem individuenreichsten Vorkommen des Faserschirms.

     

    Dieser Lebensraumtyp besitzt mit dem Vorkommen der zahlreichen und zum Teil extrem seltenen Insektenarten bundesweite Bedeutung. Die weiteren thermisch begünstigten Lebensräume (Säume, Magerrasen, Steppenheidewälder, Mittel- und Niederwälder) haben wegen ihrer enormen Ausdehnung im Naturschutzgebiet zumindest landesweite Bedeutung. Gleiches gilt für die skelettreichen Kalkscherbenäcker im Naturschutzgebiet.

     

    von Manfred Marold